Jede 2. Bewerbung aussortiert: Studie zeichnet ernüchterndes Bild über die Qualität von Bewerbungsunterlagen

Eine Studie der Ruhr Universität Bochum zeichnet ein ernüchterndes Bild zur Qualität der eingereichten Bewerbungsunterlagen. Viele Bewerber disqualifizieren sich aus Sicht der Personalentscheider mit gravierenden Mängeln. Gut sechs von zehn Personalern mahnen einen deutlichen Verbesserungsbedarf im Bezug auf die Qualität von Bewerbungen an. Mehr als die Hälfte aller Bewerbungen (52,8 %) weisen Fehler auf. So ist es nicht verwunderlich, dass etwa 56 % der Bewerbungen bereits bei der Grobprüfung aussortiert werden. 

Die Bewerbung hat das Ziel, den Personaler von der Eignung des Bewerbers auf die zu besetzende Stelle zu überzeugen und den Kandidaten gleichzeitig in ein positives Licht zu setzen. Dabei entscheiden oftmals vermeintliche Kleinigkeiten über die weitere Behandlung der Bewerbungsunterlagen bei einer ersten Sichtung. Die Studie zeigt nun, dass durchschnittlich nur 44,7 % der Bewerbungen nach der Grobprüfung einer detaillierten Prüfung unterzogen werden.

K.O.-Kriterium # 1 - Mangelnde Sorgfalt

Immer wieder liegt es an einer mangelnden Sorgfalt bei der Erstellung der Bewerbung. Zu den häufigsten Fehlern gehören der Studie des Zentrum für ökonomische Bildung der Ruhr-Universität Bochum Rechtschreib- und Grammatikfehler (68,2 %). Etwa zwei Drittel (67,3 %) der Anschreiben enthalten darüber hinaus keinen oder unzureichenden Unternehmensbezug. Bei gut der Hälfte der Bewerbungen (52,3 %) bemängeln die Personaler, dass erkennbar Musteranschreiben genutzt werden. Darüber hinaus scheiden vier von zehn (43 %) Bewerbungen aus, weil der Bewerber oder die Bewerberin die Unterlagen nicht vollständig einreicht. Weitere Gründe sind der falsche oder fehlende Ansprechpartner (27,1 %) oder eine fehlerhafte Formatierung (26,2 %). 

So geht Bewerbung richtig - Klaren Unternehmensbezug herstellen

Und wie geht es besser? Auch dazu wurden die Human Resources Mitarbeiter, wie Personaler auch genannt werden, befragt. 84,1 % der Befragten wünschen sich ein Anschreiben, dass die Länge einer Seite nicht übersteigt. Dabei sollte der Bewerber deutlichen Bezug auf die ausgeschriebene Position und das Unternehmen herstellen.  Etwa sieben von zehn Personalern (68,2 %) mahnen hier mehr Genauigkeit. Dabei sollte die eigene Bewerbung bitte nicht von der Stange sein. Gern darf auch die Individualität der Bewerber herausgestellt werden. So sehen es zumindest 65,4 % der Befragten. 

Lebenslauf klar gliedern - Aktuelles zuerst

Dem Lebenslauf kommt besondere Bedeutung zugute. Hier will sich der Leser einen schnellen Überblick verschaffen. Das gelingt am besten in einer tabellarischen Form. Gliederung und Aufbau sollten so gewählt sein, dass sie leserfreundlich sind und eine ansprechende Struktur bieten. Dabei wünschen sich mittlerweile drei Viertel der Personaler (76,5 %) eine rückwärts-chronologische Sortierung. Das bedeutet, dass mit der letzten oder aktuellen Tätigkeit begonnen werden sollte. Dabei sollten auch kurze Erläuterungen zu den wichtigsten Aufgaben der jeweiligen Tätigkeit enthalten sein, gaben 72 % der Befragten an. 

Dritte Seite beifügen - Details geben den Ausschlag

Auch das Motivationsschreiben, bzw. die dritte Seite wird wichtiger. Die Hälfte (52,5 %) der Personaler gibt an, dass das Motivationsschreiben den Ausschlag geben kann. Deswegen wird es auch immer häufiger gefordert. Und auch die Optik sollten Sie nicht vernachlässigen. Viel zu oft scheiden Bewerbungen aus optischen Gründen aus. 83,8 der Personaler erhalten nicht ansprechende Bewerbungsunterlagen. Diese werden dann oftmals einfach beiseite gelegt. Auch hier sollte daher auf Leserfreundlichkeit und Layout geachtet werden, um die Sichtung der Unterlagen zu erleichtern, geben drei Viertel der Befragten nicht ganz uneigennützig an (75,5 %).

Professionelle Unterstützung - dieBewerbungsExperten.de hilft

dieBewerbungsExperten.de bietet Bewerbungstraining und Bewerbungsberatung für unterschiedliche Zielgruppen an. Diese sind Hochschulabsolventen kurz vor Ihrem Einstieg in das Arbeitsleben, die beispielsweise einen Direkteinstieg oder ein Traineeprogramm anstreben. Unsere zweite Zielgruppe sind Schüler und Abiturienten, die demnächst eine Ausbildung beginnen möchten und sich aktuell in der Bewerbungsphase für einen Ausbildungsplatz oder für ein Studium an der Berufsakademie befinden. Darüber hinaus arbeiten wir erfolgreich für Professionals, die eine berufliche Veränderung anstreben. Dabei halten wir zielgruppenspezifische Angebote bereit.

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mk

Die Studie stammt vom Zentrum für Ökonomische Bildung der Ruhr Universität Bochum. Wer sich Zusammensetzung und Ergebnisse der Studie detaillierter anschauen möchte, kann diese hier herunterladen.

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